Neue Stiftungsrätin: Jeannine Pilloud

Jeannine Pilloud verfügt über langjährige Erfahrung in Führungs- und Bildungsfragen und ist in verschiedenen Verwaltungsratsmandaten sowie an der ETH Zürich tätig. Seit November 2025 gehört sie dem Stiftungsrat der Stiftung Juventus Schulen an. Wir freuen uns, sie hier im Interview vorstellen zu dürfen.

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Im November 2025 haben Sie Ihre Tätigkeit im Stiftungsrat der Juventus Schulen aufgenommen. Was sollte man über Sie wissen? Wo kommen Sie her, was prägt Ihren beruflichen Hintergrund – und was motiviert Sie in Ihrer täglichen Arbeit?

Ich habe eine sehr lange professionelle Karriere hinter mir, in der ich in vielen Positionen lernen durfte, wie sehr Bildung unsere Gesellschaft und auch die wirtschaftliche Erfolgsposition der Schweiz bereichert. Gleich zu Beginn meines beruflichen Werdegangs habe ich für IBM im Bereich Bildung gearbeitet und in den 1990er-Jahren eine PC-Abendschule für all jene ins Leben gerufen, die durch neue Windows-Programme und das Internet eine neue Art des Arbeitens lernen mussten. Ich erinnere mich gut daran, dass «Um 10 vor 10 wissen Sie mehr» einer unserer Werbesprüche war, der uns sehr viele Kundinnen und Kunden ins Haus gebracht hat.

Heute arbeite ich in verschiedenen Verwaltungsratsmandaten und auch an der ETH Zürich. So bin ich täglich dort, wo viele Studierende mit viel Energie ihrem Studium nachgehen – und genau das motiviert mich, mich weiterhin für die Bildungslandschaft in der Schweiz einzusetzen.
 
Wie verstehen Sie Ihre Rolle im Stiftungsrat? Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Ich denke, bei Themen, bei denen ich meine langjährige Erfahrung im Leadership, aber auch in der Ausbildungslandschaft in der Schweiz einbringen kann, kann ich als Stiftungsrätin Mehrwert schaffen. Persönlich ist es mir sehr wichtig, neue Unterrichtsmodelle und die dafür notwendigen Entwicklungen mit anzustossen und dabei auch Erfahrungen aus anderen Branchen sowie aus der Hochschule einzubringen, da ich hauptberuflich an der ETH Zürich arbeite. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam an den Herausforderungen der Lehre wachsen können.
 
Wenn Sie an die kommenden Jahre denken: Welche Themen oder Entwicklungen sind für Sie zentral, damit die Juventus Schulen langfristig erfolgreich bleiben?

Ich denke, dass unser Führungsteam und ein zeitgemässes Angebot die beste Garantie dafür sind, die Juventus Schulen langfristig im Markt positionieren zu können. Themen wie neue Unterrichtsmodelle, die Kombination von Online- und Präsenzunterricht sowie die Einbindung von Künstlicher Intelligenz scheinen mir hier zentral. Zudem macht es Spass, neue Methodiken auszuprobieren – und man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen.
 
Wenn Sie in wenigen Worten sagen müssten, was Sie mit Ihrem Engagement im Stiftungsrat bewirken möchten – was wäre das?

Ich möchte meine Erfahrung aus all meinen Berufsjahren aktiv einbringen und dazu beitragen, dass das Führungsteam vom Stiftungsrat Unterstützung erhält. Und ja, die eine oder andere Idee aus dem Umfeld der ETH Zürich kann uns dabei vielleicht ebenfalls nützen.
 
Was bedeutet für Sie zeitgemässe, qualitativ hochwertige Bildung? Wie sehen Sie die Rolle von Lehrpersonen und Dozierenden in einer sich wandelnden Bildungswelt?

Die Rolle der Lehrpersonen und Dozierenden hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, und diese Entwicklung wird sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter fortsetzen. Für mich bedeutet das, dass wir unsere Lehrpersonen und Dozierenden proaktiv dabei unterstützen müssen, die notwendigen Schritte gemeinsam mit uns gehen zu können.
 
Wo sehen Sie aktuell die grössten Chancen – und wo die grössten Herausforderungen – für Bildungsinstitutionen wie die Juventus Schulen?

Einerseits denke ich, dass sich die Art und Weise, wie wir lernen und lehren, verändern wird. Gleichzeitig müssen wir unsere Märkte beziehungsweise die Anforderungen an berufliche Qualifikationen in unserem Umfeld im Auge behalten. Das ist anspruchsvoll, aber notwendig, um unsere Ziele zu erreichen.
 
Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Funktion am meisten? Gibt es etwas, das Sie besonders motiviert oder inspiriert?

Mich motiviert es sehr, aktiv zur Bildungslandschaft in der Schweiz beitragen zu können. Zudem inspiriert mich die Arbeit des Stiftungsrats und des Führungsteams, gemeinsam Grosses zu erreichen.
 
Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welche Art von Erholung ist Ihnen besonders wichtig, um neue Energie für Ihren Alltag zu gewinnen?

Erholung ist mir wichtig. Sport, Reisen sowie das Zusammensein mit Familie und Freunden sind für mich die Kraftquellen, aus denen ich Energie schöpfe.

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