Stiftung Juventus Schulen
Publiziert am 17. Dezember 2025
Seit November 2025 sind Sie neues Mitglied des Stiftungsrats der Juventus Schulen. Wer sind Sie, was machen Sie beruflich und was hat Sie bisher geprägt?
Ich wohne mit meiner Frau und unseren beiden Töchtern – zwei Studentinnen Anfang zwanzig – in Baden. Ich habe mein Berufsleben als Software-Ingenieur begonnen, seit meinem 30. Lebensjahr mehrere Firmen gegründet und leite seit mehr als dreizehn Jahren Transformationsprozesse in den unterschiedlichsten Unternehmen. Mich haben Unternehmerpersönlichkeiten geprägt, die mit Mut, Konsequenz und ansteckender Begeisterung Neues aufbauen.
Wie verstehen Sie Ihre Rolle im Stiftungsrat? In welchen Themenbereichen können Sie Ihre Erfahrung am besten einbringen?
In erster Linie kann ich meine Erfahrung und Expertise in der Transformation und Digitalisierung von Organisationen und Prozessen einbringen. Da ich in meiner langjährigen Beratertätigkeit Einblicke in zahlreiche Unternehmen unterschiedlichster Branchen gewinnen konnte, kann ich auch die Praxistauglichkeit von Schulungsangeboten beurteilen.
Wenn Sie an die strategische Weiterentwicklung der Juventus Schulen denken: Welche Themen oder Schwerpunkte sollten die Stiftung Juventus Schulen ihrer Ansicht nach prioritär angehen?
Erstens sollte die Qualität und Wirksamkeit der Lehrgänge systematisch gestärkt, zweitens moderne, hybride und digitale Lernformen ausgebaut und drittens die Prozesse und Datennutzung optimiert werden.
Was wäre Ihre Vision für die Stiftung Juventus Schulen – wo möchten Sie die Organisation langfristig sehen?
Ich wünsche mir Juventus als eine leistungsstarke, finanziell solide und innovationsfreudige Bildungsinstitution mit klarer Positionierung in Zürich, die digital kompetent und didaktisch exzellent ist sowie nah an den Bedürfnissen der Studierenden und Partner agiert.
Was bedeutet für Sie gute Bildung und worauf kommt es Ihrer Meinung nach bei Lehrpersonen und Dozierenden besonders an?
Ich bin ein Fan von praxisnaher Bildung, die Studierende im Alltag direkt anwenden können. Akademische Universitäten gibt es fast in jedem Land der Welt. Das Schweizer Berufsbildungssystem ist hingegen weltweit einzigartig. Dies wurde mir während meiner langjährigen internationalen Geschäftstätigkeit sehr klar bewusst. Wenn ich den Prototypen einer Lehrperson beschreiben müsste, dann wäre das der Physikprofessor aus meinem damaligen Ingenieurstudium. Er hat uns physikalische Grundprinzipien mit anschaulichen Laborversuchen und kindlicher Freude so einprägsam vermittelt, dass mir viele davon bis heute im Gedächtnis geblieben sind.
Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie für die Bildungswelt – und welche Themen werden die Juventus Schulen dabei besonders beschäftigen?
Chancen entstehen durch neue digitale und hybride Lernformen sowie durch die Möglichkeit, die Juventus Schulen datenbasierter zu führen. Herausforderungen liegen im Fachkräftemangel, im Wettbewerbsdruck und in den Anforderungen an Qualität und Transparenz.
Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe als Stiftungsrat besonders?
Auf die Zusammenarbeit mit engagierten Menschen und auf die Möglichkeit, die strategische Weiterentwicklung der Juventus Schulen aktiv mitzugestalten.
Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Wie finden Sie Ausgleich zum beruflichen Alltag und woher nehmen Sie neue Energie?
Meine wichtigsten Ressourcen sind meine Familie und meine Freunde. Für die körperliche Fitness treibe ich regelmässig Sport. Auch im Privatleben kreiere, konzipiere und gestalte ich leidenschaftlich gerne. Ausserdem spiele ich in einer Band, deren Mitglieder ich im EMBA Digital Transformation kennengelernt habe – ein weiterer schöner Nebeneffekt einer beruflichen Weiterbildung.