Warum Technische Kaufleute auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt sind
Angelico Schneider, Geschäftsführer von anavant, über Chancen und die Zukunft Technischer Kaufleute.
Das Interview
Angelico Schneider ist seit über 25 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Nach mehreren Jahren als Leiter Bildung bei einem Fachverband engagiert er sich heute als Geschäftsführer von anavant für die Weiterentwicklung des Berufsverbands und die Stärkung der Technischen Kaufleute in der Schweizer Wirtschaft.
«Diese Lernreise lohnt sich – für das eigene Selbstvertrauen und für die berufliche Weiterentwicklung.» Angelico Schneider über die Zusammenarbeit mit Juventus, den Wert des eidgenössischen Fachausweises und die zukünftigen Anforderungen an Technische Kaufleute.
Von der Hotellerie in die Erwachsenenbildung
Seine berufliche Laufbahn begann Angelico Schneider in der Hotellerie. Nach mehreren Jahren in der Branche wechselte er in die Erwachsenenbildung, in der er inzwischen seit über 25 Jahren tätig ist.
Besonders motiviert ihn die Möglichkeit, mit seiner Arbeit einen Beitrag zur beruflichen Entwicklung von Menschen zu leisten. Als Geschäftsführer von anavant kann er zudem die Zukunft des Berufsverbands mitgestalten und dessen Bekanntheit weiter stärken. Diese Aufgabe erlebt er nicht nur als fachlich spannend, sondern auch als menschlich bereichernd.
Eine Partnerschaft mit einem gemeinsamen Ziel
Die Zusammenarbeit zwischen anavant und Juventus besteht seit mehreren Jahren. Im Zentrum der Partnerschaft steht ein gemeinsames Ziel: praxisnahe und qualitativ hochwertige Bildung im technischen und kaufmännischen Bereich zu fördern.
Als Prüfungsträger stellt anavant sicher, dass die Berufsprüfung für Technische Kaufleute mit eidgenössischem Fachausweis auf einem hohen Qualitätsniveau und reibungslos durchgeführt wird. Gleichzeitig bietet der Verband seinen Mitgliedern eine berufliche Netzwerkplattform und fördert den Austausch zwischen Fach- und Führungspersonen.
Die Verbindung von Technik und Betriebswirtschaft
Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit einer technischen oder handwerklichen Grundbildung, die ihre Kompetenzen gezielt um betriebswirtschaftliches Wissen erweitern möchten.
Diese Kombination eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven. Technische Kaufleute sind in der Lage, Führungsaufgaben zu übernehmen, Schnittstellen zwischen Technik und Betriebswirtschaft zu gestalten und fundierte unternehmerische Entscheidungen zu treffen.
Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag in Unternehmen, in denen technisches Verständnis und kaufmännisches Denken gleichermassen gefragt sind.
Ein anerkannter Abschluss mit Perspektiven
Der eidgenössische Fachausweis für Technische Kaufleute ist in der Schweiz fest verankert und gilt als anerkannter Qualitätsnachweis. Absolvent:innen bringen praxisorientierte Kompetenzen mit und können ihr Wissen unmittelbar im Berufsalltag einsetzen.
Dies stärkt ihre Position auf dem Arbeitsmarkt und eröffnet unterschiedliche Karrierewege. Einige übernehmen Fach- oder Führungsfunktionen, steigen in die Unternehmensleitung ein oder wagen den Schritt in die Selbstständigkeit.
Gleichzeitig bildet der Fachausweis eine solide Grundlage für weitere Weiterbildungen oder ein weiterführendes Studium an einer Fachhochschule.
Neue Kompetenzen für eine Arbeitswelt im Wandel
Die Anforderungen an Technische Kaufleute entwickeln sich laufend weiter. Themen wie digitale Transformation, Prozessdenken und agile Methoden gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden künftig noch stärker in die Ausbildung und die Berufsprüfung einfliessen.
Damit bleibt das Berufsbild eng an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausgerichtet und bereitet die Teilnehmenden auf neue Herausforderungen in ihrem beruflichen Umfeld vor.
Eine Lernreise, die sich lohnt
Angelico Schneider empfiehlt den Lehrgang allen Personen mit einer technischen oder handwerklichen Grundbildung, die sich betriebswirtschaftlich weiterentwickeln möchten. Voraussetzung seien Disziplin, Neugier und ein klares berufliches Ziel.
Der Einsatz zahlt sich aus: Die Weiterbildung stärkt nicht nur die fachlichen Kompetenzen und die beruflichen Perspektiven, sondern auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.